Trainer für Nationalmannschaft

German Schäfer wurde als Nationaltrainer und Technischer Leiter des DPV (Deutscher Padel Verband) verpflichtet.

German ist in Argentinien geboren, hat einen deutschen Großvater, lebt in Andalusien und ist mit einer deutschen Frau verheiratet. Er ist seit über 25 Jahren in der Welt des Padels unterwegs, als Spieler, Clubbetreiber und Coach.

 

Wir haben German zu der Padel WM 2016 in Brasilien, seiner Meinung über die Zukunft für Padel in Deutschland und seinen Tipps für Padelspieler befragt. 

 

German Schäfer über die anstehende Padel WM 2016 in Rio de Janeiro...

ich möchte das beste Team präsentieren, nicht die besten Einzelspieler. Die Mannschaft muss harmonieren und im Moment hat noch jeder die Chance dabei zu sein. Natürlich sind die diversen Rankings auch von Bedeutung, aber es kann durchaus sein, dass ein Spieler mit zur WM fährt der in noch keinem Ranking gelistet ist. Die Bereitschaft in Rio dabei zu sein und sich als Team zu präsentieren, steht dabei im Vordergrund.

 

Über eine Damen Nationalmannschaft...

ich halte es für die Entwicklung der Sportart wichtig, dass auch ein Damen Team mit zur WM fährt und denke bis zum nächsten Jahr auch Spielerinnen auf einem guten Niveau dabei zu haben.

 

Über die Entwicklung von Padel in Deutschland...

Schweden - German ist Ex-Coach des schwedischen Padel Nationalteams und betreute das Team bei der letzten Padel WM 2014 auf Mallorca - kann da sicherlich als gutes Vorbild dienen. Dort sind in den letzten zwei, drei Jahren über 100 Padel Courts entstanden und die Planungen sehen weitere 100 in den nächsten beiden Jahren vor. Und das bei einer Einwohnerzahl von 9 Millionen Menschen. Es müssen private Investoren weitere Courts bauen um die Sportart bekannter zu machen. Ein Verband kann da nur begleiten, moderieren und die Betreiber der Anlagen unterstützen, aber das Investment sollte im Idealfall von privaten Investoren oder Firmen kommen, die Padel als Markt entdecken.

Ich denke, dass Padel innerhalb der nächsten fünf Jahre den großen Durchbruch in Gesamteuropa schafft. Die Sportart hat einfach zu viele Vorteile und ist auf jedem Niveau so unglaublich spektakulär. Da ist es für mich die logische Konsequenz, dass Padel sich durchsetzt. Padel funktioniert ja auch in anderen Ländern bereits hervorragend. Man darf nicht aufhören an die „richtigen Türen zu klopfen“, muss weiterhin die Vorzüge von Padel als Sport für Jedermann herausstellen und auf Investoren mit Weitsicht hoffen.

 

Über das tägliche Spielen als Neueinsteiger...

zuerst einmal sollte man das Spiel verstehen lernen und sich zum Beispiel Matches der World Padel Tour im Internet anschauen. Bei den eigenen Spielen sollte man dann nicht auf Sieg spielen, sondern zum einen den Ball lange im Spiel halten um lange Rallies hinzubekommen und zum anderen das Tempo zurücknehmen um das Spiel besser zu verstehen.

Padel fängt an zu funktionieren, wenn man es schafft die eigene Fehlerquelle so gering wie möglich zu halten. Der Unterschied zu den Spielern der einzelnen Kategorien ist meist die Fehlervermeidung. In den oberen Kategorien sind die Spieler in der Fehlervermeidung einfach sehr konstant.

 

Vielen Dank German, für das nette Interview. 

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